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MONTAG  *  07 NOVEMBER 2005

Delhi

Wie am Vortag verabredet, versuchen wir mit Air India Transportation Services und dem Handling Agenten Global Handling telefonisch Kontakt aufzunehmen. Beim Zweiten meldet sich keiner und beim Erstgenannten sind wir mit den gegebenen Ausk├╝nften etwas alleine gelassen.

Wir fahren zum Flughafen. Unterwegs an einer Kreuzung in der Stadt m├╝ssen wir wegen des Verkehrs anhalten. Auf der anderen Strassenseite in einem verwilderten Park sitzen und spazieren auf dem Boden etwa 50 (in Worten f├╝nfzig) Affen aller Altersgruppen und bringen den Tag irgendwie hinter sich. Das sie direkt an der stark befahrenen Strasse ihr Domizil aufgeschlagen haben, scheint sie selbst und die Menschen wenig zu beeindrucken. Es sind alles Kollegen des Affen, den wir gestern im offenen Treppenhaus im Flughafenterminal vorgefunden haben (siehe unter dem 06.11.2005).

Am Flughafen bei Dispatch von Air India freundlicher Empfang mit Tee. Nach einiger Zeit Kontaktaufnahme an anderer Stelle im Geb├Ąudekomplex mit Mr. Rojera. Von dort die Erkenntnis, das wir morgen ATC wegen manueller Flugplanaufgabe und Vorlage der Permissions f├╝r Indien und Nepal aufsuchen m├╝ssen. Ausserdem sind auch die Geb├╝hren f├╝r Airwaynutzung, Lande und Abstellkosten zu entrichten. Absprache mit dem Tankdienst f├╝r die Anlieferung von AVGAS 100 LL morgen um 07:00 Lokalzeit. F├╝r die formelle Abwicklung sollen wir von Air India wie ein Flugzeug mit einem Maximum Take off Weight von 10.000 kg berechnet werden. Also f├╝r die Papiere alleine ca. 1200,00 Dollar. Dann aber der freundliche Hinweis, dass es etwa 200 Meter weitere einen privaten Handlingspezialisten gibt, der die gleichen Leistungen mit Sicherheit genauso gut und erheblich preiswerter anbieten kann. Also hin zu dessen maroden Geb├Ąudekomplex. Marode zeichnet nicht nur sein Geb├Ąude am Flughafen aus - es f├╝gt sich gleichm├Ąssig und harmonisch in den Gesamtzustand des Flughafens  ein.

Freundlicher und - ├ťberraschung - kompetenter und hilfsbereiter Empfang. Abstimmung telefonisch mit dem Chef. Wir setzen ein Schreiben an Auftragsvergabe auf. Auftrag vergeben. Alle Leistungen f├╝r insgesamt 250,00 Dollar plus Steuer. Wenn sie morgen das einhalten, was sie heute bei uns als Erwartung geweckt haben, sehr gut angelegtes Geld. Bis vor 4 Jahren waren sie nach eigener Aussage f├╝r etwa 8 Jahre der Ground Handling Agent f├╝r Lufthansa. Der Auftrag ging verloren, da Lufthansa mit indischer Beteiligung eine eigene Firma f├╝r die Abfertigung gr├╝ndete.

Frohen Mutes geht es mit einem Taxi Richtung Hotel. Oder besser gesagt, die gute Absicht ist erkennbar. Trotz R├╝ckfragen mit anderen Fahrern bleibt unser Hotel in der ├ľffentlichkeit unbekannt und f├╝r uns verschollen. Es geht wild durch den abendlichen Strassenverkehr. Es ist bewundernswert, wie es jung und alt schaffen durch einen gekonnten Sprung und damit verbundenen Ausweichman├Âvern unserem Auto auszuweichen, dass in minimalem Abstand alle Hindernisse passiert. Die ├ťberlebenden auf der Strasse betrachten das mit entspannter Gelassenheit als ihren Verkehrsalltag. Ich komme zu der ├ťeberzeugung, dass ein Motorrad hier eher auf ein Rad und ein Auto auf ein Lenkrad verzichten kann, als ohne Hupe unterwegs zu sein.

Am Abend geht es dann noch gediegen indisch essen. W├╝rzig und den Getr├Ąnkekonsum f├Ârdernd.

Arnim

 

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